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Kaffeebewertung
Auke·Kaffeeexperte·5 Min. Lesezeit·Zuletzt aktualisiert: 11. Juni 2026

De'Longhi Magnifica Start im Test 2026: Der günstigste Einstieg in die Kaffeevollautomaten-Welt?

De’Longhi Magnifica Start im Test 2026

Der De’Longhi Magnifica Start ECAM220.21 ist der guenstigste Kaffeevollautomat, den De’Longhi im Sortiment hat. Kein Display, keine App, keine automatische Milchaufschaeumung. Nur ein Drehregler, eine Dampflanze und frisch gemahlener Kaffee fuer unter 300 Euro. Fuer wen lohnt sich das, und wo macht sich der guenstige Preis im Alltag bemerkbar?

Was steckt im ECAM220.21?

Der Magnifica Start ist im Kern ein vollwertiger Kaffeevollautomat: integriertes Kegelmahlwerk, Brueheinheit fuer frisch gemahlene Bohnen, manueller Dampfstab fuer Milchschaum. Das unterscheidet ihn grundsaetzlich von einer Kapselmaschine. Der Kaffee wird aus ganzen Bohnen frisch gemahlen und direkt gebrueht.

Technische Eckdaten des ECAM220.21:

  • Betriebsdruck: 15 Bar
  • Wassertankkapazitaet: 1,8 Liter
  • Bohnenbehaelter: 250 g
  • Mahlgradstufen: 13
  • Heizung: Thermoblock
  • Abmessungen (B x H x T): 24 x 35 x 43 cm
  • Gewicht: 9 kg

Was fehlt: kein Display, keine Heisswasserfunktion, keine App-Anbindung, keine automatische Milchaufschaeumung. Die Bedienung laeuft ausschliesslich ueber Drehregler und drei Knoepfe (Espresso, Kaffee, Dampf).

Bedienung: So einfach wie moeglich

Die Bedienung des Magnifica Start ist bewusst minimalistisch gehalten. Links ein Drehregler fuer den Mahlgrad (13 Stufen), rechts ein Drehregler fuer die Kaffeemengeneinstellung. Drei Knoepfe starten die Getraenke. Kein Display, kein Scroll-Menue, kein Pairing mit einer App.

Das ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite: Wer morgens einfach schnell einen Espresso moechte, drueckt eine Taste und ist fertig. Keine Einarbeitung, kein Nachdenken. Auf der anderen Seite: Wer seine Rezepte fein einstellen moechte, ist auf die physischen Regler begrenzt. Kaffeestaerke und Mahlgrad lassen sich anpassen, aber detailliertere Einstellungen wie Wassertemperatur oder Vorbruehung sind nicht zugaenglich.

Fuer Nutzer, die einfach guten Kaffee trinken wollen und sich nicht mit Technikdetails beschaeftigen moechten, ist diese Schlichtheit ein echter Vorteil.

Kaffeequalitaet: Was der Magnifica Start wirklich liefert

Mit 13 Mahlgradstufen hat der Magnifica Start ueberraschend viel Spielraum fuer einen Einsteiger-Vollautomaten. In der Praxis bedeutet das: Du kannst zwischen einem milden Fruehstueckskaffee und einem intensiven Espresso hin- und herjustieren, ohne die Maschine wechseln zu muessen.

Das Kegelmahlwerk mahlt die Bohnen gleichmaessig und erzeugt wenig Waerme beim Mahlvorgang, was das Kaffeearoma schuetzt. Der Thermoblock erhitzt das Wasser schnell auf Bruehtemperatur. Das Ergebnis im Becher ist fuer einen Vollautomaten unter 280 Euro gut: ein vollmundiger Espresso mit erkennbarer Crema, kein Vergleich zu einer guenstigen Kapselmaschine.

Ein ehrlicher Hinweis zur Akustik: Der Magnifica Start ist laut. Das Mahlwerk ist deutlich hoeher als bei teureren Modellen wie der Magnifica Evo oder Siemens EQ.300. In einer Wohnung mit duennen Waenden oder morgens um 6 Uhr ist das ein relevanter Faktor.

Dampflanze: Milch manuell aufschaeumen

Die Dampflanze des Magnifica Start ist eine einfache Edelstahl-Dampfduese ohne automatisches Milchsystem. Du haeltst das Milchkannchen selbst unter den Dampfstab, regulierst mit dem Regler die Dampfmenge und schaeumst die Milch manuell auf.

Das braucht etwas Uebung. In den ersten zwei Wochen werden die meisten Nutzer entweder zu wenig Schaum (Milch wird nur erwaermt) oder groben Schaum (Luftblasen statt cremiger Mikroschaum) produzieren. Nach einiger Zeit wird die Technik beherrschbar. Wer taeglich Cappuccino trinkt und bereit ist, diese Lernkurve zu akzeptieren, wird mit dem Ergebnis zufrieden sein.

Wer maximale Bequemlichkeit beim Milchschaum will, ist mit dem Philips 3200 LatteGo oder der Magnifica Evo ECAM290.61 besser bedient: beide haben ein automatisches oder halbautomatisches Milchsystem, das weniger Handarbeit erfordert.

Keine Heisswasserfunktion

Ein Einschraenkung faellt im Alltag tatsaechlich auf: Der Magnifica Start hat keine Heisswasserfunktion. Wer morgens auch Tee trinkt oder heisses Wasser fuer Instant-Produkte benoetigt, muss den Wasserkocher anschmeissen. Die Magnifica Evo und viele andere Vollautomaten bieten eine Heisswasserausgabe direkt aus der Maschine.

Fuer Haushalte, die ausschliesslich Kaffee trinken, ist das kein Problem. Fuer gemischte Haushalte mit Teetriinkern ist es ein echter Nachteil gegenueber teureren Modellen.

De'Longhi Magnifica Start vs. Magnifica Evo: Was kostet der Aufstieg?

Die naechste Stufe in der Magnifica-Familie ist die Magnifica Evo ECAM290.21. Sie kostet rund 50 bis 80 Euro mehr. Was bekommst du dafuer?

  • Ein kleines Display statt reiner Kontrollleuchten (beim .31er-Modell)
  • Optionale App-Anbindung (De’Longhi Coffee Link) beim ECAM290.61
  • Heisswasserfunktion
  • Etwas leiserer Betrieb (je nach Modell)

Kaffeequalitaet und Mahlwerk sind bei beiden Maschinen sehr aehnlich. Der eigentliche Aufpreis kauft dir ein besseres Interface und die Heisswasserfunktion. Wenn du weisst, dass du nur Kaffee trinken wirst und keine App brauchst, ist der Magnifica Start die logische Wahl.

De'Longhi Magnifica Start vs. Philips EP1224: Zwei Einsteiger verglichen

Der Philips EP1224 ist ebenfalls ein Vollautomat in der Preisklasse um 250 Euro und damit der direkteste Konkurrent des Magnifica Start. Die wichtigsten Unterschiede:

Mahlwerk: Beide haben ein Kegelmahlwerk, aber der Magnifica Start bietet 13 Mahlgradstufen gegenueber 5 beim EP1224. Mehr Spielraum beim Magnifica Start.

Wassertank: Magnifica Start 1,8 Liter, EP1224 1,8 Liter. Unentschieden.

Milchschaum: Beide haben eine manuelle Dampflanze. Kein Unterschied.

Geraeuschpegel: Der Philips EP1224 ist leiser als der Magnifica Start. Ein echtes Plus fuer den Philips.

Marke und Service: De’Longhi hat in Deutschland ein breiteres Servicenetz. Ersatzteile und Wartung sind etwas einfacher zu organisieren als bei Philips.

Welcher ist besser? Wenn Lautstaerke ein Thema ist, Philips. Wenn du mehr Mahlgrad-Flexibilitaet willst und die De’Longhi-Marke bevorzugst, Magnifica Start.

Wo spart De'Longhi beim Magnifica Start ein?

Der guenstige Preis kommt nicht von ungefaehr. De’Longhi hat an mehreren Stellen vereinfacht:

  • Kein Display: Nur Kontrollleuchten. Wer gewohnt ist, Menueeinstellungen visuell zu bestaetigen, muss umdenken.
  • Lauteres Mahlwerk: Das Kegelmahlwerk des ECAM220 arbeitet lautstaerker als bei teureren Modellen.
  • Keine Heisswasserfunktion: Wie oben erwaehnt, kein direkter Heisswasserauslauf.
  • Einfacheres Gehaeusedesign: Mehr Kunststoff, weniger Chrom als bei der Magnifica Evo. Das ist Geschmackssache, aendert aber nichts an der Funktionalitaet.

Was De’Longhi nicht eingespart hat: das Kegelmahlwerk, 13 Mahlgradstufen und die volle Brueheinheit. Das Kernversprechen eines Vollautomaten, frisch gemahlener Kaffee auf Knopfdruck, ist vollstaendig erfuellt.

Fuer wen lohnt sich der Magnifica Start?

Der Magnifica Start ist die richtige Wahl, wenn du:

  • Unter 280 Euro fuer einen Vollautomaten ausgeben willst
  • Hauptsaechlich Espresso und schwarzen Kaffee trinkst
  • Keine App-Steuerung oder automatisches Milchsystem benoetgst
  • Bereit bist, Milchschaum manuell aufzuschaeumen
  • Den guenstigsten De’Longhi mit echter Kegelmahlwerk-Qualitaet willst

Weniger geeignet ist er fuer Haushalte, die taeglich Cappuccino per Knopfdruck wollen, fuer Nutzer, die einen Tee-Auslauf brauchen, und fuer Menschen, die morgens in der Stille moeglichst leise Kaffee machen wollen.

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