Siemens EQ.6 Plus S700 im Test: Vollautomatisch und intuitiv?
Siemens EQ.6 Plus S700 im Test: Vollautomatisch und intuitiv?
Der Siemens EQ.6 Plus S700 ist ein Vollautomat aus dem mittleren Preissegment, kostet zwischen 699 und 799 Euro und richtet sich an Käufer, die einen zuverlässigen Alltagskaffee-Automaten suchen. Siemens ist bekannt für funktionales Design und benutzerfreundliche Bedienung. Der EQ.6 Plus S700 folgt dieser Philosophie mit seinem silbergrauen, eleganten Gehäuse und der OneTouch-Doppeltasse-Funktion. Die Frage ist: Braucht man die Premium-Features von Jura oder Miele, oder reicht Siemens für den täglichen Gebrauch?
Design und Verarbeitung: Schlicht und elegant
Der EQ.6 Plus S700 macht visuell einen guten Eindruck. Das silbergraue Aluminium-Gehäuse wirkt hochwertig, ohne zu sehr zu prahlen. Die Oberfläche ist robust und fingerabdruckresistent. Das Display ist farbig (anders als der ältere S500) und zeigt die verfügbaren Getraenkeoptionen klar an. Der Wassertank ist von oben zugänglich und die Bohneneinfüllung ist durch ein großes Fenster sichtbar, was die Kontrolle über den Vorrat erleichtert.
Abmessungen sind kompakt genug für die meisten Küchenarbeitsplatten. Der EQ.6 Plus S700 passt auch neben anderen Geräten, ohne zu dominieren.
OneTouch-Doppeltasse: Das Kernfeature
Das Hauptverkaufsargument des EQ.6 Plus S700 ist die OneTouch-Doppeltasse-Funktion. Mit einem Knopfdruck kannst du zwei Tassen Kaffee oder zwei unterschiedliche Getraenke gleichzeitig zubereiten. Das ist praktisch in Haushalten mit zwei regelmäßigen Kaffeekonsumenten. Die Maschine braut beide Getraenke parallel und spart Zeit gegenueber dem Einzelbrühen.
Die Dosierung ist präzise und konsistent, auch bei wiederholtem Gebrauch. Das ist besonders wichtig, wenn einer Espresso und der andere Cappuccino trinkt - die Maschine merkt sich diese Unterschiede und führt sie korrekt aus.
iAroma System: Aromatische Kontrolle
Das iAroma System ist Siemens' Antwort auf Premium-Mahlwerke. Es passt den Mahlgrad automatisch an, je nachdem, welche Bohnensorte du nutzt. Das System erkennt die Dichte und Feuchte der Bohnen und justiert entsprechend. Das Resultat ist ein konsistentes Aroma über mehrere Brühungen hinweg, auch wenn die Bohnen zwischen Chargen variieren.
Das ist kein Sensor-basiertes System wie bei Miele, aber für die Preisklasse solide gelöst.
aromaSelect: Vier Stufen Geschmacksintensität
Mit aromaSelect kannst du zwischen vier Intensitätsstufen wählen: mild, normal, intensiv und sehr intensiv. Das ist einfach in der Bedienung und gibt dir genug Kontrolle, um deinen perfekten Kaffee zu finden, ohne dass du erwerbsaufwendig Parameter wie Mahlgrad oder Wassertemperatur justieren musst. Ein Anfänger kann hier direkt starten, ein Enthusiast hat immer noch genug Optionen.
Einfache Reinigung und Wartung
Der EQ.6 Plus S700 hat ein automatisches Spülprogramm und ein Reinigungssystem, das den Kaffeepulverrest automatisch aus dem Brühkopf schiebt. Die abnehmbaren Teile (Brühgruppe, Tropfschale) sind einfach zu reinigen und Siemens bietet klare Anleitungen. Der Wassertank ist groß genug für etwa 15-20 Tassen zwischen Nachfüllen.
Im Vergleich zu manuellen Espresso-Maschinen oder älteren Halbautomaten ist die Wartung hier minimal. Das ist ein großer Pluspunkt für Käufer, die sich nicht täglich mit Kaffee-Technik beschäftigen wollen.
Vergleich mit De'Longhi Eletta Explore
Die De'Longhi Eletta Explore kostet aehnlich (etwa 750-850 Euro), hat aber Cold-Brew-Funktionen. Die Siemens hat keine Kalt-Funktionen, konzentriert sich dafür auf heisse Getränke. Für Sommer-Eiskaffee-Fans ist die De'Longhi besser, für Jahr-rund-Kaffee-Trinker ist die Siemens fokussierter.
Vergleich mit Philips Series 3200
Die Philips Series 3200 ist günstiger (etwa 500-600 Euro), aber bietet nicht die gleiche Ausstattung wie der Siemens. Philips hat kein farbiges Display und keine OneTouch-Doppeltasse. Die Philips ist für Single-Haushalte oder sehr Budget-bewusste Käufer gedacht. Der Siemens ist das beste Preis-Leistungs-Paket für Zweier-Haushalte.
Vergleich mit Delonghi und anderen Konkurrenten
Delonghi-Modelle in dieser Preisklasse sind oft weniger intuitiv in der Bedienung und haben weniger Automatisierung. Jura Z6 oder Z8 sind teurer (850-950 Euro) und weniger funktional für Twosome-Haushalte. Der Siemens EQ.6 Plus S700 positioniert sich als der perfekte Mittelweg: nicht zu teuer, nicht zu einfach, mit modernen Features, die alltägliche Probleme lösen.
Für wen ist der Siemens EQ.6 Plus S700 ideal?
Ideal für: Zweier-Haushalte, die täglich Kaffee trinken und keinen Gedanke an Reinigung oder Technologie verschwenden wollen. Auch für Käufer mit kleinen Budgets, die nicht 1.200 Euro für eine Kaffeemaschine ausgeben können, aber einen zuverlässigen, modernen Automaten brauchen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist stark für diese Zielgruppe.
Nicht ideal für: Cold-Brew-Fans (lieber De'Longhi). Auch nicht für Puristen, die 50+ Mahlgrad-Stufen brauchen oder eine App-Steuerung erwarten.
Unser Fazit
Der Siemens EQ.6 Plus S700 ist ein solider, benutzerfreundlicher Vollautomat für das mittlere Preissegment. Die OneTouch-Doppeltasse-Funktion ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal in dieser Preisklasse, und das iAroma-System liefert konsistente Ergebnisse auch mit wechselnden Bohnen. Die Bedienung ist intuitiv, und die Wartung ist minimal. Für Käufer, die 699 bis 799 Euro investieren möchten und von Eleganz und Zuverlässigkeit überzeugt sind, ist der Siemens EQ.6 Plus S700 eine sehr gute Wahl.