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Kaffeebewertung
Auke·Kaffeeexperte·5 Min. Lesezeit·Zuletzt aktualisiert: 09. Juni 2026

Kaffee selbst mahlen: Warum es sich lohnt und wie man es richtig macht 2026

Warum frisch mahlen einen Unterschied macht

Gemahlener Kaffee verliert innerhalb von 15 bis 20 Minuten nach dem Mahlen deutlich an Aroma. Das liegt daran, dass die größere Oberfläche der Kaffeepartikel die Oxidation beschleunigt. Wer Kaffee kauft, der bereits gemahlen im Regal stand, trinkt Aroma, das längst entwichen ist. Der Unterschied zwischen frisch gemahlenem und vorgemahlenem Kaffee ist auch für ungeübte Gaumen wahrnehmbar.

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Welche Mühle brauchen Sie?

Es gibt zwei Grundtypen: Schlagmühlen und Mahlmühlen. Schlagmühlen (auch Propellermühlen) sind günstig, 15 bis 30 Euro, und zerschlagen Kaffeebohnen mit einem rotierenden Messer. Das Ergebnis ist ungleichmäßig: ein Mix aus Pulver und groben Stücken. Für Filter-Kaffee noch akzeptabel, für Espresso ungeeignet. Mahlmühlen mit Kegelmahlwerk oder Scheibenmahlwerk zerkleinern die Bohnen gleichmäßig und ermöglichen eine präzise Einstellung des Mahlgrads. Diese Mühlen beginnen bei etwa 50 Euro und gehen bis über 500 Euro für Profigeräte.

Mahlgrad und Zubereitungsart

Der Mahlgrad muss zur Zubereitungsart passen. Für French Press: grob, wie Meeressalz. Für Filterkaffee: mittel, ähnlich wie Sand. Für Siebträger und Espresso: fein, fast wie Puder. Für Mokkakanne: fein, ähnlich wie Espresso aber leicht gröber. Ein zu feiner Mahlgrad bei einer Filtermaschine verstopft den Filter; ein zu grober Mahlgrad beim Espresso ergibt dünnen, sauren Kaffee.

Günstige Einstiegsempfehlungen

Die Hario Skerton Plus ist eine günstige Handmühle für 35 bis 40 Euro mit einstellbarem Kegelmahlwerk. Für einige Tassen am Tag ist sie ausreichend. Elektrisch ist die Baratza Encore die Standardempfehlung im Einstiegssegment: 130 bis 160 Euro, zuverlässig und mit gutem Mahlbild für Filter- und Vollautomaten. Wer Espresso mahlen will, braucht eine Mühle ab 200 Euro, die feines, gleichmäßiges Mahlgut erzeugt.

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