Espresso richtig tampen: Anleitung für den perfekten Espresso-Puck
Warum Tampen wichtig ist
Der Tamper verdichtet das Kaffeepulver im Siebträger zu einem gleichmäßigen Puck. Wenn Wasser unter Druck durch diesen Puck fliesst, bestimmt die Gleichmäßigkeit der Verdichtung, wie gleichmäßig das Wasser durch das Pulver fliesst. Channeling ist das Gegenteil: Das Wasser findet Schwachstellen im Puck und fliesst hauptsächlich durch diese Kanäle statt gleichmäßig durch das gesamte Pulver. Ergebnis: Überextraktion in einigen Bereichen, Unterextraktion in anderen, unausgewogener Espresso.



Die richtige Tamptechnik
Füllen Sie den Siebträger mit dem Kaffeepulver und verteilen Sie es mit dem Finger oder einem Verteiler (Distributor) gleichmäßig. Legen Sie den Tamper senkrecht auf das Pulver. Drücken Sie mit 15 bis 20 Kilogramm Druck senkrecht nach unten. Die Senkrechte ist entscheidend: Schrägstampen führt zu ungleicher Verdichtung. Drehen Sie den Tamper am Ende um eine Vierteldrehung (Twist). Klopfen Sie NICHT gegen den Siebträger, das lockert den Puck wieder.
Tamper-Größe
Der Tamper muss zum Siebträger passen. Standard-Siebträger haben 58mm oder 54mm Durchmesser (abhängig vom Hersteller). Ein Tamper, der zu klein ist, hinterlässt einen Rand ungedruckten Pulvers, durch den Wasser unkontrolliert fliesst. Messen Sie Ihren Siebträger oder schauen Sie in die Herstellerdokumentation.
Distributor vs. Tamper
Ein Verteiler (Distributor oder Leveler) verteilt das Pulver vor dem Tampen gleichmäßig im Siebträger. Er ersetzt den Tamper nicht, arbeitet aber zusammen mit ihm. Preisspanne: 25 bis 80 Euro. Nicht zwingend notwendig, aber für Einsteiger, die Channeling vermeiden wollen, ein hilfreicher Zusatz.